Für viele Menschen bedeutet der Sommer nicht nur Sonnenschein und Urlaub, sondern auch tränende Augen, Niesattacken und eine verstopfte Nase. Pollen von Gräsern, Kräutern und anderen Pflanzen können die warme Jahreszeit zur Herausforderung machen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich Beschwerden oft deutlich lindern und der Sommer entspannter genießen.
Wenn Wiesen blühen, Parks in sattem Grün erstrahlen und die Natur ihre ganze Vielfalt zeigt, beginnt für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Für Allergiker sieht der Sommer jedoch häufig anders aus. Während andere die warme Luft genießen, kämpfen sie mit tränenden Augen, häufigem Niesen oder Atembeschwerden.
Besonders Gräser-, Kräuter- und teilweise auch Getreidepollen erreichen in den Sommermonaten hohe Konzentrationen. Gleichzeitig verbringen viele Menschen mehr Zeit im Freien – beim Wandern, Radfahren, Grillen oder im Garten. Dadurch steigt der Kontakt mit den Allergenen oft erheblich.
Die gute Nachricht: Wer seine Auslöser kennt und den Alltag entsprechend anpasst, kann viele Beschwerden verringern. Auch Ernährung, Kleidung und das richtige Verhalten zu Hause können dazu beitragen, die Belastung zu reduzieren.
Warum gerade der Sommer viele Allergiker belastet
Während im Frühjahr vor allem Baumblüten für Beschwerden sorgen, stehen im Sommer meist Gräser und Kräuter im Mittelpunkt.
Häufige Auslöser sind:
- Gräserpollen
- Roggen
- Beifuß
- Wegerich
- Brennnessel
Je nach Wetterlage können Pollen über weite Strecken transportiert werden.
Typische Beschwerden
Eine Pollenallergie kann sich unterschiedlich äußern.
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Niesen
- laufende oder verstopfte Nase
- tränende und juckende Augen
- Husten
- Müdigkeit
- Konzentrationsprobleme
Bei einigen Betroffenen können auch asthmatische Beschwerden auftreten.
Pollenbelastung möglichst gering halten
Schon kleine Veränderungen im Alltag können helfen.
Sinnvoll sind:
- Wohnräume zu geeigneten Zeiten lüften
- Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien wechseln
- Haare vor dem Schlafengehen waschen
- Wäsche möglichst nicht im Freien trocknen
So gelangen weniger Pollen in die Wohnung.
Unterwegs gut vorbereitet
Wer längere Zeit draußen verbringt, sollte an heißen Tagen besonders aufmerksam sein.
Hilfreich sind:
- Sonnenbrille zum Schutz der Augen
- Taschentücher
- ausreichend Getränke
- eventuell individuell verordnete Medikamente
Ernährung im Sommer
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt das allgemeine Wohlbefinden.
Besonders beliebt sind:
- frisches Gemüse
- saisonales Obst (je nach individueller Verträglichkeit)
- Vollkornprodukte
- Naturjoghurt
- ausreichend Wasser
Bei bekannten Kreuzallergien sollte individuell ärztlicher Rat eingeholt werden.
Sport trotz Pollenflug?
Bewegung bleibt wichtig.
An Tagen mit sehr hoher Pollenbelastung können jedoch Aktivitäten am frühen Morgen oder nach einem Regenschauer angenehmer sein, da dann oft weniger Pollen in der Luft sind.
Schlafzimmer möglichst pollenarm halten
Für einen erholsamen Schlaf empfiehlt sich:
- Kleidung nicht im Schlafzimmer ablegen
- regelmäßig staubsaugen
- Bettwäsche häufig wechseln
- Fenster je nach regionaler Pollenbelastung gezielt öffnen oder geschlossen halten
Wann ärztlicher Rat sinnvoll ist
Wenn Beschwerden zunehmen oder Atemprobleme auftreten, sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
Auch bei Verdacht auf eine Allergie oder auf Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.
Fazit
Sommerallergien können den Alltag belasten, müssen aber nicht den ganzen Sommer bestimmen. Mit etwas Planung, einem bewussten Umgang mit Pollen und einer gesunden Lebensweise lassen sich viele Beschwerden reduzieren. So bleibt mehr Zeit, die warme Jahreszeit trotz Allergie aktiv und möglichst unbeschwert zu genießen.