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Liköre

Was ist ein Likör?

Ein Likör ist eine süßliche Spirituose. Der Definition nach ist in einem Likör ein Zuckergehalt von mindestens 100 Gramm Zucker pro Liter. Es können auch andere Süßungsmittel wie etwa Honig verwendet werden. Aber die Süßkraft muss dem von 100 Gramm Invertzucker entsprechen. Invertzucker ist ein flüssiges Gemisch aus Trauben- und Fruchtzucker zu gleichen Teilen. Als alkoholischer Zusatz kommen klare Spirituosen infrage wie Wodka oder Korn. Daneben gibt es Liköre aus Whisky, Gin oder Rum. Ein Likör besteht aus dem Alkohol, Wasser, Zucker und Extrakten aus Kräutern, Früchten oder Gewürzen.

Wie wird ein Likör hergestellt?

Liköre werden auf zwei unterschiedliche Weisen gefertigt: Kalt aufgesetzt oder thermisch behandelt. Thermische Verfahren sind Destillation und Digestion. Mazeration und Perkolation sind die kalten Verfahren. Die Destillation ist eine warme Extraktion des Alkohols. Die Flüssigkeit wird bis zum Siedepunkt erhitzt und verdampft. Im Destillat befinden sich die edlen Aromen. Das andere Verfahren ist die Mazeration. Die zerkleinerten Fruchtstücke oder Kräuter werden in Alkohol oder Alkohol-Wassermischungen eingeweicht. Dieser kalte Auszug ist besonders schonend. Eine intensivere Art der Mazeration ist die Perkolation. Das zerkleinerte Gut wird in einen Kupferzylinder, der nach unten sich verjüngt, eingefüllt. Die Aromen werden herausgelöst durch hochprozentigen Alkohol. Das sogenannte Perkolat fließt über Siebe ab. Hochprozentiger Alkohol wird oben stetig nachgefüllt. Um die Mazeration zu beschleunigen, wird der Sud erwärmt, das nennt man Digestion. Ein so hergestellter Likör wird als Digestif bezeichnet.

Welche Likörsorten gibt es?

Das Sortiment an Likören ist umfangreich. Die Sorten unterscheiden sich nach Art der Inhaltsstoffe und nach ihrer Wirkung. So gibt es …

  • Fruchtliköre
  • Kräuterliköre/ Bitterliköre
  • Nussliköre
  • Honigliköre
  • Gewürzliköre
  • Sahneliköre/ Cremeliköre
  • Kakao-, Kaffee- und teehaltige Liköre
  • Whiskyliköre
  • Ginliköre
  • Emulsionslikör
  • Weinhaltige Liköre
  • Auf Rum basierende Liköre

Fruchtliköre

Sie werden aus klein geschnittenen Früchten oder Fruchtsaft hergestellt. Es gibt drei Arten: Fruchtsaftlikör - Fruchtansatzlikör - Fruchtlikör Der Alkoholgehalt liegt zwischen 25 und 40 Prozent. Es werden sogenannte Neutralalkohole zum Mischen genutzt. Fruchtansatzlikör: Hier werden zerkleinerte oder ganze Früchte in Alkohol angesetzt. Fruchtsaftlikör: Hier werden mindestens 20 Liter Fruchtsaft auf 100 Liter Likör eingesetzt. Natürliche Aromen dürfen zugesetzt werden, aber keine Farbstoffe. Fruchtlikör: Hier müssen mindestens 20 % Fruchtanteil vorliegen. Es dürfen Essenzen, Konzentrate, Destillate, Saft, Fruchtschalen oder Fruchtteile zur Herstellung verwendet werden. Beliebte Fruchtliköre sind Kirsch-, Heidelbeer-, Brombeer-, Aprikosen-, Zitronen-, Orangen-, Bergamotte-, Birnen- und Pflaumenlikör. Geschmacklich abgerundet wird mit anderen Fruchtsäfte und Vanillin. Verwendung: Fruchtliköre sind vielseitig verwendbar. Pur getrunken als Dessertersatz nach dem Essen. In fröhlicher Runde mit den Freundinnen zum Genuss. Fruchtliköre sind ideal zum Mixen von Cocktails. Sie werden auch gerne zum Verfeinern von Kuchen, Torten und Gebäck verwendet.

Kräuterliköre und Bitterliköre

Kräuter- und Bitterliköre unterschieden sich in der Wirkung und dem Zuckergehalt. Die Bitterliköre weisen einen vorwiegend bitteren Geschmack auf. Ein Bitterlikör regt die Verdauung an und wirkt entkrampfend auf Leber und Galle. Kräuterliköre sind wegen ihres hohen Zuckergehaltes gegenteilig in der Wirkung auf Magen und Leber. Sie werden als Halbbitter bezeichnet, da sie einen zartbitteren, aber auch herb süßlichen Geschmack aufweisen. Zerkleinerte Kräuter, frisch geerntet oder getrocknet werden in Alkohol angesetzt. Mit Wasser und Zucker entsteht der Kräuterlikör. Sie werden schon sehr lange hergestellt. Früher sah man sie eher als Medizin für diverse Wehwehchen an. Apotheker, Mediziner und Klöster waren die ersten Anlaufstellen für Kräuterliköre. Am beliebtesten waren die verdauungsfördernden Magenbitter. Kräuterliköre gewinnt man durch Mazeration oder Destillation. Bei der Mazeration werden die Kräuter in einem Alkohol-Wasseransatz stunden- oder wochenlang eingeweicht. Der gewonnene Extrakt ist die Basis für einen kräftigen Kräuterlikör oder auch Bitter genannt. Mildere Kräuterliköre gewinnt man durch Destillation. Berühmte Kräuterliköre sind Sechsämter, Boonekamp, Jägermeister und Fernet Branca. Es gibt auch viele regionale oder länderspezifische Spezialitäten. In den alpenländischen Gebieten sind es oft klare Liköre mit solch melodischen Namen wie Hauswurz oder Bärenjäger. Unsere italienischen Nachbarn pflegen eine schon lange Tradition mit bitter- und halbbitter Likören.Campari, Ramazotti und Averna sind auf der ganzen Welt bekannt. Der Aperol ist als Sommergetränk gerade sehr in. Auch die Franzosen bieten hervorragende Kräuterliköre an. Darunter ist der Chartreuse verte der bekannteste. Ein Rezept eines Alchemisten aus dem 16. Jahrhundert wurde als Elixier des langen Lebens an die Mönche in Vauvert vererbt. Der Chartreuse besteht aus bis zu 130 Kräutern. Heute gibt es verschiedene Liköre mit unterschiedlichem Alkoholanteil. Der Benedictine Dom Likör ist bei den Franzosen am beliebtesten. Auch er stammt aus dem 16. Jahrhundert. Verwendung: Ein Kräuterlikör ist beliebt als „Medizin-Getränk“. Nach einem reichhaltigen Essen, das besonders fett oder zuckerhaltig war, hilft vielen ein Magenbitter. Aber auch zum Mixen von Longdrinks ist ein Kräuterlikör beliebt. Besonders gerne wird bei uns der Jägermeister zum Mixen verwendet.

Nussliköre

Für die besondere Leckerei werden Wal- oder Haselnüsse verarbeitet. Aber auch Mandeln werden für Likör genutzt. Die Nüsse werden in Alkohol eingeweicht und nach einer gewissen Reifezeit abgesiebt. Besondere Tradition haben die Nussliköre in Italien. Walnussliköre: Nocino, Nocello, Ratafia, Liqueur de noix Der Walnusslikör ist seit circa 2000 Jahren bekannt. In den Ländern Frankreich, Italien und der Schweiz, insbesondere im Tessin sind sie sehr beliebt. Die unreifen grünen Walnüsse werden im Juni/Juli geerntet und in Alkohol und Zucker eingelegt. Nach 40 Tagen werden die Walnüsse abgesiebt. Der Extrakt wird an einem dunkeln, kühlen Ort zum Nachreifen aufbewahrt. Es entsteht ein tief dunkler, fast schwarzer Likör. Haselnusslikör: Noccino, Manner Neapolitaner, Frangelico Der Haselnusslikör ist lange bekannt. So gibt es Rezepte aus dem 18. Jahrhundert. In Italien, im Piemont lebte der Mönch Fratello Angelico, er stellte den ersten Frangelico her. Für die Herstellung von Haselnusslikör werden die Nüsse geröstet und anschließend fein gemahlen. Das verleiht dem Likör den Geschmack nach Nugat. Denn es wird auch aus gerösteten Haselnüssen hergestellt. Das Nussmehl wird mit hochprozentigem Neutralalkohol wie Wodka oder Grappa angesetzt. Zur Verfeinerung werden meist Gewürze zugegeben. Mandellikör: Amaretto Die süßen Mandelliköre sind uns hauptsächlich aus Italien bekannt. Der Disaronno Amaretto ist der beliebteste und weltweit bekannt. Amaretto bezeichnet ursprünglich die Geschmacksrichtung. Italienische Liköre, die nach Marzipan schmecken, nennt man Amarettos. Das Wort leitet sich vom italienischen amaro für bitter ab. In deutschsprachigen Ländern wurde er im 18. Jahrhundert wegen seines Geschmackes als Persiko betitelt. Wobei ein Persiko heute eine andere Bedeutung hat. Die Mandelliköre haben einen deutlich höheren Zuckeranteil, als es die Standardverordnung für Liköre vorsieht. Mandellikör kann durch Mazeration mit Mandelschalen hergestellt werden. Der Marzipangeschmack wird größtenteils durch Zusatz von Aprikosenkernöl verstärkt. Die dunkle Färbung wird durch karamellisierten Zucker erreicht. Verwendung: Nussliköre sind pur, ein Genuss. Der süße, samtige Geschmack ist sehr beliebt. Zum Mixen von süßen Cocktails sind Nussliköre gut geeignet. Die Mixturen werden sowohl kalt als auch heiß genossen. Für die Zubereitung von Nachspeisen und Gebäck wird sehr gerne ein Nusslikör als Zutat beigegeben.

Honigliköre

Bekannte Marken: Krupnik(Polen), Bols Honey (Niederlande), Bärenjäger(Deutschland), Alpestre al Miele Liquore(Italien) Spirituosen mit Honig sind schon lange am Markt. Früher wurden sie als Medizin gegen Erkältungen oder Fieber gerne getrunken. Aus Polen kommt der bekannte Honiglikör Krupnik. Kornbrand, Kräuter und Honig bilden die Basis des beliebten Likörs. Seit dem 16. Jahrhundert kennt man ihn. Der aus Deutschland stammende Bärenjäger ist aus dem 18. Jahrhundert überliefert. Honig und Wodka sind die Hauptzutaten. Der italienische Honiglikör Alpestre al Miele Liquore enthält verschiedene Kräuter und mindestens 18 Prozent feinsten Honig. Das Rezept wurde von einem Mönch aus Frankreich überliefert. Der Likör reift vier Jahre lang in Eichenfässern. Verwendung: Honiglikör wird am liebsten pur getrunken. Für Heißgetränke ist er auch ideal. Einige trinken ihn als Vorsorgemedizin, wenn sich etwa eine Erkältung anbahnt.

Gewürzliköre

Der Gewürzlikör ist ähnlich wie ein Kräuterlikör. Nur das Aromagebende ist hier die Gewürzzutat. Es gibt viele bekannte Spezialitäten mit Gewürzen in Alkohol. So sind der französische Pastis und Anisee, italienischer Sambuca oder der griechische Ouzo mit dem süßlichen Anisgeschmack sehr beliebt. Daneben sind Pfefferminzliköre wie der Creme de Menthe oder Zimt- und Vanilleliköre populär. Im Norden Deutschlands und in Skandinavien ist Lakritzlikör sehr beliebt. Er wird aus der Süßholzwurzel (Lakritze) hergestellt.Bekannte Marken sind:

  • Licor 43 = Vanillelikör aus Spanien
  • Creme de Menthe = Pfefferminzlikör aus Frankreich
  • Sambuca= Anislikör aus Italienische
  • Anisee = Anislikör aus Frankreich
  • Küstennebel = Deutscher Anislikör
  • Kettenfett = Deutscher Lakritzlikör

Verwendung: Gewürzliköre sind pur gerade im Winter beliebt. Die aromatischen Gewürze Zimt, Nelken oder Vanille verleihen ein genussvolles Geschmackserlebnis. Sie werden gerne auch zum Verfeinern von Tee oder Kaffee verwendet. Die Anisliköre sind eisgekühlt und mit kaltem Wasser gestreckt ein herrlicher Erfrischungsdrink bei Hitze.

Sahneliköre/ Cremeliköre

Ein Sahnelikör ist ein sehr cremiger, süßer Likör. Durch zusetzten von Milch oder Sahne erhält der Sahnelikör die Cremigkeit. Cremelikör enthält mindestens 250 Gramm Zucker auf einen Liter und mindestens 15 Prozent Alkohol. Höher prozentig ist Sahnelikör selten. Der Vorteil ist sein samtiger, sanfter Geschmack. Als Geschmacksrichtungen sind nach Vanille schmeckende oder schokoladige Cremeliköre sehr beliebt. Cremeliköre sind ideal, um die süße Nachspeise zu ersetzen. Bekannte Marken sind:

  • Amarula (ein südafrikanischer Likör mit den Früchten des Marulabaumes)
  • Baileys (Cream Liquer mit irischem Whisky als Basis)
  • Batida de Coco (Brasilianischer Cremelikör aus Cachaça und Kokosmilch)
  • Dooleys (Deutscher Sahnelikör aus Wodka und Toffee)
  • Bombardino (Italienischer Cremelikör mit Rum)

Verwendung: Cremeliköre sind beliebt, um Desserts zu verfeinern. Gerade bei einem Eisbecher ist ein Schuss Cremelikör perfekt. Süßspeisen erhalten mit einem Sahnelikör die Extranote. Pur getrunken ist ein Cremelikör Dessertersatz. Zum Mixen von Longdrinks oder Hotdrinks sind sie perfekt. So sind Pharisäer und Irish Coffee bei Eiseskälte richtige Aufwärmer.

Kaffeeliköre

Die aromatischen Liköre haben eine lange Tradition. So ist Tia Maria im 18. Jahrhundert auf Jamaika im Kolonialkrieg überliefert worden. Geschmacksgebend sind die Kaffeebohnen der Blue Mountains auf Jamaika. Das Destillat wird mit Zuckercouleur und Vanille verfeinert. Der kaffeebraune Likör wird erst seit 1940 kommerziell vertrieben. Kahlua wurde in den 1950er-Jahren das erste Mal in Mexiko hergestellt. Basis ist hier Rum und Arabica Kaffeebohnen. Mit Vanille erhält er eine feine süße Komponente. Weitere beliebte Sorten sind:

  • Sambuca Molinari Café
  • Kosakenkaffee
  • Sheridans
  • Molinari Sambuca Café-Likör

Verwendung: Der Kaffeelikör ist für den Kaffeeliebhaber eine Köstlichkeit. Als Digestif nach dem Essen belebt er die Sinne. Zum Mixen für Longdrinks und Cocktails gibt es viele beliebte Rezepte wie:

  • Dirty Harry
  • White Russian
  • Choco Colada

Eine in Kaffeelikör getränkte Köstlichkeit aus Italien ist Tiramisu. Kaffeelikör eignet sich hervorragend, um Süßspeisen aufzuwerten. Ein Schuss Kaffeelikör im Espresso ist ein besonderes Erlebnis.

Teeliköre

Tee ist seit dem 17. Jahrhundert bei uns beliebt. Die Schiffe der damaligen Weltenbummler brachten die Teespezialitäten zu uns nach Europa. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieses beliebte Heißgetränk mit Alkohol versetzt wurde und der Teelikör entstand. Ein bekannter Vertreter dieser Sorte ist der Tatratea aus der Slowakei. Ihn gibt es mit unterschiedlichen Teesorten als Basis. Eine norddeutsche Spezialität ist der friesische Teelikör. Er besteht aus Ostfriesentee, Branntwein und Kandiszucker(Kluntjes). Verwendung: Teeliköre werden gerne beim gemütlichen Zusammensein getrunken. Für einen heißen Teepunsch erwärmen sie die Herzen. Mit Teelikör lassen sich auch Kekse und Kuchen verfeinern.

Kakaoliköre

Kakaohaltige Liköre werden selten pur getrunken. Sie dienen zum Verfeinern von Kaffee oder Tee. Auch zum Backen benutzt man sie gerne. Aber hauptsächlich finden sie bei der Herstellung von exotischen Cocktails ihren Einsatz. Verwendung: Wie Tee- und Kaffeeliköre werden Kakaoliköre pur und in Heißgetränken oder im Cocktail getrunken. Außerdem zum Verfeinern von Desserts, Kuchen und Torten.

Whiskyliköre

Whiskyliköre wurden anfangs aus mit Honig vermischten Whisky angesetzt. Später kamen Kräuter, Früchte und Gewürze dazu. Im 16. und 18. Jahrhundert entstanden die ersten Rezeptbücher für die Mischung von Whiskylikören. Der uns allen am besten bekannte Whiskylikör dürfte der Baileys sein. Mit irischem Whisky und Sahne begeistert er Menschen auf der ganzen Welt. Eine schottische Spezialität seit Ende des 19. Jahrhunderts ist der Drambuie. Schottischer Whisky, Honig und Kräuter verhelfen ihm zu seinem einzigartigen Geschmack. Southern Comfort stammt aus New Orleans und wurde bereit 1847 hergestellt. Whisky, Früchte und Zucker sind die Hauptbestandteile. Verwendung: Whiskyliköre schmecken pur getrunken, zum Veredeln eines Kaffees oder Tees oder in Mixgetränken hervorragend.

Ginliköre

Der bekannteste Ginlikör ist der Schlehenlikör, im englischsprachigen Raum sloe-gin genannt wird. Bei uns ist er als Schlehenfeuer bekannt und war in den 70er und 80-er Jahren sehr beliebt. Bei der Herstellung werden Schlehenfrüchte in Gin eingelegt. Die Mazeration dauert mehrere Wochen. Dadurch erhält der Likör seine schöne rote Farbe. Je nachdem, was für ein Gin als Basis dient, desto würziger ist der Geschmack des Likörs. Ein Ginlikör ist auch nicht so süß wie andere Liköre. Aus Schottland kommen Ginliköre, die mit den typischen Pflanzen und Kräutern aromatisiert werden. Das sind Heidekraut und Mariendistel, die hier angesiedelt sind. Verwendung: Ginliköre eignen sich zum puren Genuss und ebenso als Zutat für einen Cocktail. Aufgrund ihrer Kräuterzutaten werden sie gerne als Aperitif getrunken.

Emulsionsliköre

Diese Liköre tragen häufig die Bezeichnung Creme de … Menthe, Cassis oder so ähnlich. Sie wurden mit Milch, Sahne, Kakao, Eier oder Schokolade produziert. Da sich die Zutaten nicht so leicht vermischen lassen, müssen sie kräftig gerührt oder geschlagen werden, damit eine cremige Emulsion entsteht. Emulsionsliköre weisen einen Alkoholgehalt von mindestens 20 Prozent auf. Einzige Ausnahme ist der Eierlikör, er hat 14 Prozent Alkohol. Siehe auch Creme- und Sahneliköre. Verwendung: Emulsionsliköre sind vielseitig verwendbar. Pur getrunken, über den Eisbecher gegossen oder im heißen Kaffee als heißer Holländer genossen, sehr lecker. Viele leckere Cocktails wie Eggnog sind sehr beliebt. Gerade die Eier- und Cremeliköre werden auch gerne zum Backen verwendet. Wer kennt nicht die gut gehüteten Familienrezepte für die Eierlikörtorte von Tante Christa.

Weinhaltige Liköre

Aus einem Wein, ob weiß oder rot sind Geschmackssache, wird mit Aromen, Alkohol und Zucker ein Likör hergestellt. Viele Winzer hüten ihre Familienrezepte. Ein bekannter Vertreter eines Weinlikörs ist der Cordial Medoc. Der namensgebende Rotwein aus Frankreich, Medoc, wird mit Kräutern und Veilchenwurzeln zu einem edlen Likör verarbeitet. Verwendung: Weinhaltige Liköre sind pur ein Genuss. Heißgetränke mit einem Schuss Medoc wärmen von innen heraus auf.

Auf Rum basierende Liköre

Neben den bekannten Neutralalkoholen wie Wodka oder Korn wird auch Rum als Basis für die Rezeptur von Likören verwendet. Rumliköre sind meist hochprozentiger als die üblichen Liköre. Ein sehr bekannter Rumlikör ist der Vana Tallin aus Estland. Viele Rumliköre kommen aus der Heimat des Rums, der Karibik. Sie werden gerne mit stärkeren Gewürzen aromatisiert. So kommt Vanille, Zimt und Nelken gerne zum Einsatz. Aber auch Aromen von Bratapfel oder Karamell sind sehr beliebt. Verwendung: Ein Rumlikör eignet sich zum puren Trinken, als Dessertlikör oder auf Eis als erfrischendes Getränk. Zum Pimpen von Kaffee oder Tee ist er auch ideal. Mit Rumlikör lassen sich auch Longdrinks mixen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Likör

Welchen Alkoholgehalt hat ein Likör?

Ein Likör muss mindestens 15 Prozent Alkoholgehalt aufweisen.

Wie serviere ich ein Likör?

Ein Likör ist stark zuckerhaltig, darum setzt er sich gerne ab. Vor dem Öffnen die Flasche Likör immer erst gut durchschütteln. Damit der Likör sein Aroma richtig entfalten kann, ist die Wahl des passenden Likörglases entscheidend. Cremeliköre schmecken in schalenförmigen Gläsern am besten. Aus langstieligen, eleganten Likörgläsern munden edle Liköre gleich doppelt gut. Außerdem ist die richtige Trinktemperatur zu beachten. So schmecken Gewürzliköre bei Zimmertemperatur oder auch etwas angewärmt sehr lecker. Der Campari oder Aperol dagegen behagt gekühlt am besten.

Wie lagert man Likör richtig?

Sie stehen am besten dunkel und kühl.

Wie lange hält ein geöffneter Likör?

Frucht-, Kräuter, Kaffee-, Whisky- und Ginliköre halten einige Zeit nach dem Öffnen. Darauf achten, dass die Flaschen fest verschlossen sind. Sahne-, Creme- und Emulsionsliköre müssen nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden und halten dort ein paar Wochen.

Seit wann gibt es Liköre?

Schon die alten Römer und Griechen 1200 vor Christus kannten aromatisierte Weine. Die Vorläufer des Likörs waren selten und teuer. Er war nur betuchten Herrschaften zugänglich. Mit der Ausweitung der Handelswege wurde die Produktion günstiger. So war Likör auch weiter verbreitet. Heute gibt es kaum einen Haushalt, der nicht ein paar Likörchen zu Hause hat.

Zusammenfassung

Die Welt der Liköre ist sehr umfangreich. Es gibt so viele Arten, dass man sie gar nicht mehr zählen kann. Die Geschmacksrichtungen reichen von bitterherber Süße bis süffig süß. Kaum eine Spirituose bietet so viele Möglichkeiten zur Verwendung wie der Likör. Liköre werden pur getrunken, bei Zimmertemperatur, gekühlt oder erhitzt. Mit Likören entstehen die leckersten Cocktails. Sie verleihen ihnen die extra Würze an Süße und Exotik. Kuchen, Torten und Kekse werden mit Likör verfeinert. Nachttische, Desserts und Süßigkeiten erhalten den extra Touch an Raffinesse mit einem Schuss Likör. Manche Liköre dienen als Hausmedizin wie ein Kräuterlikör oder Magenbitter. Der Genuss von Likör ist etwas Besonderes. Er verleiht einer Feier das nötige Extra. Er rundet ein exklusives Menü als Digestif perfekt ab.

Was ist ein Likör? Ein Likör ist eine süßliche Spirituose. Der Definition nach ist in einem Likör ein Zuckergehalt von mindestens 100 Gramm Zucker pro Liter . Es können auch andere... mehr erfahren »
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Liköre

Was ist ein Likör?

Ein Likör ist eine süßliche Spirituose. Der Definition nach ist in einem Likör ein Zuckergehalt von mindestens 100 Gramm Zucker pro Liter. Es können auch andere Süßungsmittel wie etwa Honig verwendet werden. Aber die Süßkraft muss dem von 100 Gramm Invertzucker entsprechen. Invertzucker ist ein flüssiges Gemisch aus Trauben- und Fruchtzucker zu gleichen Teilen. Als alkoholischer Zusatz kommen klare Spirituosen infrage wie Wodka oder Korn. Daneben gibt es Liköre aus Whisky, Gin oder Rum. Ein Likör besteht aus dem Alkohol, Wasser, Zucker und Extrakten aus Kräutern, Früchten oder Gewürzen.

Wie wird ein Likör hergestellt?

Liköre werden auf zwei unterschiedliche Weisen gefertigt: Kalt aufgesetzt oder thermisch behandelt. Thermische Verfahren sind Destillation und Digestion. Mazeration und Perkolation sind die kalten Verfahren. Die Destillation ist eine warme Extraktion des Alkohols. Die Flüssigkeit wird bis zum Siedepunkt erhitzt und verdampft. Im Destillat befinden sich die edlen Aromen. Das andere Verfahren ist die Mazeration. Die zerkleinerten Fruchtstücke oder Kräuter werden in Alkohol oder Alkohol-Wassermischungen eingeweicht. Dieser kalte Auszug ist besonders schonend. Eine intensivere Art der Mazeration ist die Perkolation. Das zerkleinerte Gut wird in einen Kupferzylinder, der nach unten sich verjüngt, eingefüllt. Die Aromen werden herausgelöst durch hochprozentigen Alkohol. Das sogenannte Perkolat fließt über Siebe ab. Hochprozentiger Alkohol wird oben stetig nachgefüllt. Um die Mazeration zu beschleunigen, wird der Sud erwärmt, das nennt man Digestion. Ein so hergestellter Likör wird als Digestif bezeichnet.

Welche Likörsorten gibt es?

Das Sortiment an Likören ist umfangreich. Die Sorten unterscheiden sich nach Art der Inhaltsstoffe und nach ihrer Wirkung. So gibt es …

  • Fruchtliköre
  • Kräuterliköre/ Bitterliköre
  • Nussliköre
  • Honigliköre
  • Gewürzliköre
  • Sahneliköre/ Cremeliköre
  • Kakao-, Kaffee- und teehaltige Liköre
  • Whiskyliköre
  • Ginliköre
  • Emulsionslikör
  • Weinhaltige Liköre
  • Auf Rum basierende Liköre

Fruchtliköre

Sie werden aus klein geschnittenen Früchten oder Fruchtsaft hergestellt. Es gibt drei Arten: Fruchtsaftlikör - Fruchtansatzlikör - Fruchtlikör Der Alkoholgehalt liegt zwischen 25 und 40 Prozent. Es werden sogenannte Neutralalkohole zum Mischen genutzt. Fruchtansatzlikör: Hier werden zerkleinerte oder ganze Früchte in Alkohol angesetzt. Fruchtsaftlikör: Hier werden mindestens 20 Liter Fruchtsaft auf 100 Liter Likör eingesetzt. Natürliche Aromen dürfen zugesetzt werden, aber keine Farbstoffe. Fruchtlikör: Hier müssen mindestens 20 % Fruchtanteil vorliegen. Es dürfen Essenzen, Konzentrate, Destillate, Saft, Fruchtschalen oder Fruchtteile zur Herstellung verwendet werden. Beliebte Fruchtliköre sind Kirsch-, Heidelbeer-, Brombeer-, Aprikosen-, Zitronen-, Orangen-, Bergamotte-, Birnen- und Pflaumenlikör. Geschmacklich abgerundet wird mit anderen Fruchtsäfte und Vanillin. Verwendung: Fruchtliköre sind vielseitig verwendbar. Pur getrunken als Dessertersatz nach dem Essen. In fröhlicher Runde mit den Freundinnen zum Genuss. Fruchtliköre sind ideal zum Mixen von Cocktails. Sie werden auch gerne zum Verfeinern von Kuchen, Torten und Gebäck verwendet.

Kräuterliköre und Bitterliköre

Kräuter- und Bitterliköre unterschieden sich in der Wirkung und dem Zuckergehalt. Die Bitterliköre weisen einen vorwiegend bitteren Geschmack auf. Ein Bitterlikör regt die Verdauung an und wirkt entkrampfend auf Leber und Galle. Kräuterliköre sind wegen ihres hohen Zuckergehaltes gegenteilig in der Wirkung auf Magen und Leber. Sie werden als Halbbitter bezeichnet, da sie einen zartbitteren, aber auch herb süßlichen Geschmack aufweisen. Zerkleinerte Kräuter, frisch geerntet oder getrocknet werden in Alkohol angesetzt. Mit Wasser und Zucker entsteht der Kräuterlikör. Sie werden schon sehr lange hergestellt. Früher sah man sie eher als Medizin für diverse Wehwehchen an. Apotheker, Mediziner und Klöster waren die ersten Anlaufstellen für Kräuterliköre. Am beliebtesten waren die verdauungsfördernden Magenbitter. Kräuterliköre gewinnt man durch Mazeration oder Destillation. Bei der Mazeration werden die Kräuter in einem Alkohol-Wasseransatz stunden- oder wochenlang eingeweicht. Der gewonnene Extrakt ist die Basis für einen kräftigen Kräuterlikör oder auch Bitter genannt. Mildere Kräuterliköre gewinnt man durch Destillation. Berühmte Kräuterliköre sind Sechsämter, Boonekamp, Jägermeister und Fernet Branca. Es gibt auch viele regionale oder länderspezifische Spezialitäten. In den alpenländischen Gebieten sind es oft klare Liköre mit solch melodischen Namen wie Hauswurz oder Bärenjäger. Unsere italienischen Nachbarn pflegen eine schon lange Tradition mit bitter- und halbbitter Likören.Campari, Ramazotti und Averna sind auf der ganzen Welt bekannt. Der Aperol ist als Sommergetränk gerade sehr in. Auch die Franzosen bieten hervorragende Kräuterliköre an. Darunter ist der Chartreuse verte der bekannteste. Ein Rezept eines Alchemisten aus dem 16. Jahrhundert wurde als Elixier des langen Lebens an die Mönche in Vauvert vererbt. Der Chartreuse besteht aus bis zu 130 Kräutern. Heute gibt es verschiedene Liköre mit unterschiedlichem Alkoholanteil. Der Benedictine Dom Likör ist bei den Franzosen am beliebtesten. Auch er stammt aus dem 16. Jahrhundert. Verwendung: Ein Kräuterlikör ist beliebt als „Medizin-Getränk“. Nach einem reichhaltigen Essen, das besonders fett oder zuckerhaltig war, hilft vielen ein Magenbitter. Aber auch zum Mixen von Longdrinks ist ein Kräuterlikör beliebt. Besonders gerne wird bei uns der Jägermeister zum Mixen verwendet.

Nussliköre

Für die besondere Leckerei werden Wal- oder Haselnüsse verarbeitet. Aber auch Mandeln werden für Likör genutzt. Die Nüsse werden in Alkohol eingeweicht und nach einer gewissen Reifezeit abgesiebt. Besondere Tradition haben die Nussliköre in Italien. Walnussliköre: Nocino, Nocello, Ratafia, Liqueur de noix Der Walnusslikör ist seit circa 2000 Jahren bekannt. In den Ländern Frankreich, Italien und der Schweiz, insbesondere im Tessin sind sie sehr beliebt. Die unreifen grünen Walnüsse werden im Juni/Juli geerntet und in Alkohol und Zucker eingelegt. Nach 40 Tagen werden die Walnüsse abgesiebt. Der Extrakt wird an einem dunkeln, kühlen Ort zum Nachreifen aufbewahrt. Es entsteht ein tief dunkler, fast schwarzer Likör. Haselnusslikör: Noccino, Manner Neapolitaner, Frangelico Der Haselnusslikör ist lange bekannt. So gibt es Rezepte aus dem 18. Jahrhundert. In Italien, im Piemont lebte der Mönch Fratello Angelico, er stellte den ersten Frangelico her. Für die Herstellung von Haselnusslikör werden die Nüsse geröstet und anschließend fein gemahlen. Das verleiht dem Likör den Geschmack nach Nugat. Denn es wird auch aus gerösteten Haselnüssen hergestellt. Das Nussmehl wird mit hochprozentigem Neutralalkohol wie Wodka oder Grappa angesetzt. Zur Verfeinerung werden meist Gewürze zugegeben. Mandellikör: Amaretto Die süßen Mandelliköre sind uns hauptsächlich aus Italien bekannt. Der Disaronno Amaretto ist der beliebteste und weltweit bekannt. Amaretto bezeichnet ursprünglich die Geschmacksrichtung. Italienische Liköre, die nach Marzipan schmecken, nennt man Amarettos. Das Wort leitet sich vom italienischen amaro für bitter ab. In deutschsprachigen Ländern wurde er im 18. Jahrhundert wegen seines Geschmackes als Persiko betitelt. Wobei ein Persiko heute eine andere Bedeutung hat. Die Mandelliköre haben einen deutlich höheren Zuckeranteil, als es die Standardverordnung für Liköre vorsieht. Mandellikör kann durch Mazeration mit Mandelschalen hergestellt werden. Der Marzipangeschmack wird größtenteils durch Zusatz von Aprikosenkernöl verstärkt. Die dunkle Färbung wird durch karamellisierten Zucker erreicht. Verwendung: Nussliköre sind pur, ein Genuss. Der süße, samtige Geschmack ist sehr beliebt. Zum Mixen von süßen Cocktails sind Nussliköre gut geeignet. Die Mixturen werden sowohl kalt als auch heiß genossen. Für die Zubereitung von Nachspeisen und Gebäck wird sehr gerne ein Nusslikör als Zutat beigegeben.

Honigliköre

Bekannte Marken: Krupnik(Polen), Bols Honey (Niederlande), Bärenjäger(Deutschland), Alpestre al Miele Liquore(Italien) Spirituosen mit Honig sind schon lange am Markt. Früher wurden sie als Medizin gegen Erkältungen oder Fieber gerne getrunken. Aus Polen kommt der bekannte Honiglikör Krupnik. Kornbrand, Kräuter und Honig bilden die Basis des beliebten Likörs. Seit dem 16. Jahrhundert kennt man ihn. Der aus Deutschland stammende Bärenjäger ist aus dem 18. Jahrhundert überliefert. Honig und Wodka sind die Hauptzutaten. Der italienische Honiglikör Alpestre al Miele Liquore enthält verschiedene Kräuter und mindestens 18 Prozent feinsten Honig. Das Rezept wurde von einem Mönch aus Frankreich überliefert. Der Likör reift vier Jahre lang in Eichenfässern. Verwendung: Honiglikör wird am liebsten pur getrunken. Für Heißgetränke ist er auch ideal. Einige trinken ihn als Vorsorgemedizin, wenn sich etwa eine Erkältung anbahnt.

Gewürzliköre

Der Gewürzlikör ist ähnlich wie ein Kräuterlikör. Nur das Aromagebende ist hier die Gewürzzutat. Es gibt viele bekannte Spezialitäten mit Gewürzen in Alkohol. So sind der französische Pastis und Anisee, italienischer Sambuca oder der griechische Ouzo mit dem süßlichen Anisgeschmack sehr beliebt. Daneben sind Pfefferminzliköre wie der Creme de Menthe oder Zimt- und Vanilleliköre populär. Im Norden Deutschlands und in Skandinavien ist Lakritzlikör sehr beliebt. Er wird aus der Süßholzwurzel (Lakritze) hergestellt.Bekannte Marken sind:

  • Licor 43 = Vanillelikör aus Spanien
  • Creme de Menthe = Pfefferminzlikör aus Frankreich
  • Sambuca= Anislikör aus Italienische
  • Anisee = Anislikör aus Frankreich
  • Küstennebel = Deutscher Anislikör
  • Kettenfett = Deutscher Lakritzlikör

Verwendung: Gewürzliköre sind pur gerade im Winter beliebt. Die aromatischen Gewürze Zimt, Nelken oder Vanille verleihen ein genussvolles Geschmackserlebnis. Sie werden gerne auch zum Verfeinern von Tee oder Kaffee verwendet. Die Anisliköre sind eisgekühlt und mit kaltem Wasser gestreckt ein herrlicher Erfrischungsdrink bei Hitze.

Sahneliköre/ Cremeliköre

Ein Sahnelikör ist ein sehr cremiger, süßer Likör. Durch zusetzten von Milch oder Sahne erhält der Sahnelikör die Cremigkeit. Cremelikör enthält mindestens 250 Gramm Zucker auf einen Liter und mindestens 15 Prozent Alkohol. Höher prozentig ist Sahnelikör selten. Der Vorteil ist sein samtiger, sanfter Geschmack. Als Geschmacksrichtungen sind nach Vanille schmeckende oder schokoladige Cremeliköre sehr beliebt. Cremeliköre sind ideal, um die süße Nachspeise zu ersetzen. Bekannte Marken sind:

  • Amarula (ein südafrikanischer Likör mit den Früchten des Marulabaumes)
  • Baileys (Cream Liquer mit irischem Whisky als Basis)
  • Batida de Coco (Brasilianischer Cremelikör aus Cachaça und Kokosmilch)
  • Dooleys (Deutscher Sahnelikör aus Wodka und Toffee)
  • Bombardino (Italienischer Cremelikör mit Rum)

Verwendung: Cremeliköre sind beliebt, um Desserts zu verfeinern. Gerade bei einem Eisbecher ist ein Schuss Cremelikör perfekt. Süßspeisen erhalten mit einem Sahnelikör die Extranote. Pur getrunken ist ein Cremelikör Dessertersatz. Zum Mixen von Longdrinks oder Hotdrinks sind sie perfekt. So sind Pharisäer und Irish Coffee bei Eiseskälte richtige Aufwärmer.

Kaffeeliköre

Die aromatischen Liköre haben eine lange Tradition. So ist Tia Maria im 18. Jahrhundert auf Jamaika im Kolonialkrieg überliefert worden. Geschmacksgebend sind die Kaffeebohnen der Blue Mountains auf Jamaika. Das Destillat wird mit Zuckercouleur und Vanille verfeinert. Der kaffeebraune Likör wird erst seit 1940 kommerziell vertrieben. Kahlua wurde in den 1950er-Jahren das erste Mal in Mexiko hergestellt. Basis ist hier Rum und Arabica Kaffeebohnen. Mit Vanille erhält er eine feine süße Komponente. Weitere beliebte Sorten sind:

  • Sambuca Molinari Café
  • Kosakenkaffee
  • Sheridans
  • Molinari Sambuca Café-Likör

Verwendung: Der Kaffeelikör ist für den Kaffeeliebhaber eine Köstlichkeit. Als Digestif nach dem Essen belebt er die Sinne. Zum Mixen für Longdrinks und Cocktails gibt es viele beliebte Rezepte wie:

  • Dirty Harry
  • White Russian
  • Choco Colada

Eine in Kaffeelikör getränkte Köstlichkeit aus Italien ist Tiramisu. Kaffeelikör eignet sich hervorragend, um Süßspeisen aufzuwerten. Ein Schuss Kaffeelikör im Espresso ist ein besonderes Erlebnis.

Teeliköre

Tee ist seit dem 17. Jahrhundert bei uns beliebt. Die Schiffe der damaligen Weltenbummler brachten die Teespezialitäten zu uns nach Europa. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieses beliebte Heißgetränk mit Alkohol versetzt wurde und der Teelikör entstand. Ein bekannter Vertreter dieser Sorte ist der Tatratea aus der Slowakei. Ihn gibt es mit unterschiedlichen Teesorten als Basis. Eine norddeutsche Spezialität ist der friesische Teelikör. Er besteht aus Ostfriesentee, Branntwein und Kandiszucker(Kluntjes). Verwendung: Teeliköre werden gerne beim gemütlichen Zusammensein getrunken. Für einen heißen Teepunsch erwärmen sie die Herzen. Mit Teelikör lassen sich auch Kekse und Kuchen verfeinern.

Kakaoliköre

Kakaohaltige Liköre werden selten pur getrunken. Sie dienen zum Verfeinern von Kaffee oder Tee. Auch zum Backen benutzt man sie gerne. Aber hauptsächlich finden sie bei der Herstellung von exotischen Cocktails ihren Einsatz. Verwendung: Wie Tee- und Kaffeeliköre werden Kakaoliköre pur und in Heißgetränken oder im Cocktail getrunken. Außerdem zum Verfeinern von Desserts, Kuchen und Torten.

Whiskyliköre

Whiskyliköre wurden anfangs aus mit Honig vermischten Whisky angesetzt. Später kamen Kräuter, Früchte und Gewürze dazu. Im 16. und 18. Jahrhundert entstanden die ersten Rezeptbücher für die Mischung von Whiskylikören. Der uns allen am besten bekannte Whiskylikör dürfte der Baileys sein. Mit irischem Whisky und Sahne begeistert er Menschen auf der ganzen Welt. Eine schottische Spezialität seit Ende des 19. Jahrhunderts ist der Drambuie. Schottischer Whisky, Honig und Kräuter verhelfen ihm zu seinem einzigartigen Geschmack. Southern Comfort stammt aus New Orleans und wurde bereit 1847 hergestellt. Whisky, Früchte und Zucker sind die Hauptbestandteile. Verwendung: Whiskyliköre schmecken pur getrunken, zum Veredeln eines Kaffees oder Tees oder in Mixgetränken hervorragend.

Ginliköre

Der bekannteste Ginlikör ist der Schlehenlikör, im englischsprachigen Raum sloe-gin genannt wird. Bei uns ist er als Schlehenfeuer bekannt und war in den 70er und 80-er Jahren sehr beliebt. Bei der Herstellung werden Schlehenfrüchte in Gin eingelegt. Die Mazeration dauert mehrere Wochen. Dadurch erhält der Likör seine schöne rote Farbe. Je nachdem, was für ein Gin als Basis dient, desto würziger ist der Geschmack des Likörs. Ein Ginlikör ist auch nicht so süß wie andere Liköre. Aus Schottland kommen Ginliköre, die mit den typischen Pflanzen und Kräutern aromatisiert werden. Das sind Heidekraut und Mariendistel, die hier angesiedelt sind. Verwendung: Ginliköre eignen sich zum puren Genuss und ebenso als Zutat für einen Cocktail. Aufgrund ihrer Kräuterzutaten werden sie gerne als Aperitif getrunken.

Emulsionsliköre

Diese Liköre tragen häufig die Bezeichnung Creme de … Menthe, Cassis oder so ähnlich. Sie wurden mit Milch, Sahne, Kakao, Eier oder Schokolade produziert. Da sich die Zutaten nicht so leicht vermischen lassen, müssen sie kräftig gerührt oder geschlagen werden, damit eine cremige Emulsion entsteht. Emulsionsliköre weisen einen Alkoholgehalt von mindestens 20 Prozent auf. Einzige Ausnahme ist der Eierlikör, er hat 14 Prozent Alkohol. Siehe auch Creme- und Sahneliköre. Verwendung: Emulsionsliköre sind vielseitig verwendbar. Pur getrunken, über den Eisbecher gegossen oder im heißen Kaffee als heißer Holländer genossen, sehr lecker. Viele leckere Cocktails wie Eggnog sind sehr beliebt. Gerade die Eier- und Cremeliköre werden auch gerne zum Backen verwendet. Wer kennt nicht die gut gehüteten Familienrezepte für die Eierlikörtorte von Tante Christa.

Weinhaltige Liköre

Aus einem Wein, ob weiß oder rot sind Geschmackssache, wird mit Aromen, Alkohol und Zucker ein Likör hergestellt. Viele Winzer hüten ihre Familienrezepte. Ein bekannter Vertreter eines Weinlikörs ist der Cordial Medoc. Der namensgebende Rotwein aus Frankreich, Medoc, wird mit Kräutern und Veilchenwurzeln zu einem edlen Likör verarbeitet. Verwendung: Weinhaltige Liköre sind pur ein Genuss. Heißgetränke mit einem Schuss Medoc wärmen von innen heraus auf.

Auf Rum basierende Liköre

Neben den bekannten Neutralalkoholen wie Wodka oder Korn wird auch Rum als Basis für die Rezeptur von Likören verwendet. Rumliköre sind meist hochprozentiger als die üblichen Liköre. Ein sehr bekannter Rumlikör ist der Vana Tallin aus Estland. Viele Rumliköre kommen aus der Heimat des Rums, der Karibik. Sie werden gerne mit stärkeren Gewürzen aromatisiert. So kommt Vanille, Zimt und Nelken gerne zum Einsatz. Aber auch Aromen von Bratapfel oder Karamell sind sehr beliebt. Verwendung: Ein Rumlikör eignet sich zum puren Trinken, als Dessertlikör oder auf Eis als erfrischendes Getränk. Zum Pimpen von Kaffee oder Tee ist er auch ideal. Mit Rumlikör lassen sich auch Longdrinks mixen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Likör

Welchen Alkoholgehalt hat ein Likör?

Ein Likör muss mindestens 15 Prozent Alkoholgehalt aufweisen.

Wie serviere ich ein Likör?

Ein Likör ist stark zuckerhaltig, darum setzt er sich gerne ab. Vor dem Öffnen die Flasche Likör immer erst gut durchschütteln. Damit der Likör sein Aroma richtig entfalten kann, ist die Wahl des passenden Likörglases entscheidend. Cremeliköre schmecken in schalenförmigen Gläsern am besten. Aus langstieligen, eleganten Likörgläsern munden edle Liköre gleich doppelt gut. Außerdem ist die richtige Trinktemperatur zu beachten. So schmecken Gewürzliköre bei Zimmertemperatur oder auch etwas angewärmt sehr lecker. Der Campari oder Aperol dagegen behagt gekühlt am besten.

Wie lagert man Likör richtig?

Sie stehen am besten dunkel und kühl.

Wie lange hält ein geöffneter Likör?

Frucht-, Kräuter, Kaffee-, Whisky- und Ginliköre halten einige Zeit nach dem Öffnen. Darauf achten, dass die Flaschen fest verschlossen sind. Sahne-, Creme- und Emulsionsliköre müssen nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden und halten dort ein paar Wochen.

Seit wann gibt es Liköre?

Schon die alten Römer und Griechen 1200 vor Christus kannten aromatisierte Weine. Die Vorläufer des Likörs waren selten und teuer. Er war nur betuchten Herrschaften zugänglich. Mit der Ausweitung der Handelswege wurde die Produktion günstiger. So war Likör auch weiter verbreitet. Heute gibt es kaum einen Haushalt, der nicht ein paar Likörchen zu Hause hat.

Zusammenfassung

Die Welt der Liköre ist sehr umfangreich. Es gibt so viele Arten, dass man sie gar nicht mehr zählen kann. Die Geschmacksrichtungen reichen von bitterherber Süße bis süffig süß. Kaum eine Spirituose bietet so viele Möglichkeiten zur Verwendung wie der Likör. Liköre werden pur getrunken, bei Zimmertemperatur, gekühlt oder erhitzt. Mit Likören entstehen die leckersten Cocktails. Sie verleihen ihnen die extra Würze an Süße und Exotik. Kuchen, Torten und Kekse werden mit Likör verfeinert. Nachttische, Desserts und Süßigkeiten erhalten den extra Touch an Raffinesse mit einem Schuss Likör. Manche Liköre dienen als Hausmedizin wie ein Kräuterlikör oder Magenbitter. Der Genuss von Likör ist etwas Besonderes. Er verleiht einer Feier das nötige Extra. Er rundet ein exklusives Menü als Digestif perfekt ab.