Herzhaft, salzig und wohlig warm: Kasseler mit Sauerkraut ist ein typisches hessisches Alltags-Wintergericht. Unkompliziert, sättigend und genau richtig für kalte Tage, an denen es nicht festlich, sondern einfach gut sein soll.
Nicht jeder Wintertag verlangt nach Braten, Klößen und stundenlangem Kochen. In Hessen gehört Kasseler mit Sauerkraut zu den Gerichten, die genau dann auf den Tisch kommen, wenn es draußen kalt ist und drinnen schnell warm werden soll. Geräuchertes Fleisch, mild säuerliches Kraut und cremiges Kartoffelpüree – mehr braucht es nicht, um satt und zufrieden zu werden. Dieses Gericht steht für ehrliche Alltagsküche, wie sie über Jahrzehnte hinweg gekocht wurde.
Zutaten (für 2–3 Personen)
-
600–700 g Kasseler (Rücken oder Nacken)
-
500 g Sauerkraut (roh oder mild aus dem Glas)
-
1 Zwiebel
-
1 Lorbeerblatt
-
5–6 Pfefferkörner
-
800 g mehligkochende Kartoffeln
-
50 ml Milch
-
30 g Butter
-
Salz, Muskat
Zubereitung
-
Kasseler garen:
Kasseler in einen Topf legen, mit Wasser bedecken. Zwiebel halbieren, mit Lorbeer und Pfefferkörnern zugeben. Bei niedriger Hitze ca. 45–60 Minuten ziehen lassen (nicht kochen). -
Sauerkraut erwärmen:
Sauerkraut in einem Topf langsam erhitzen. Wer es milder mag, kann etwas Wasser oder Kasselerbrühe zugeben. -
Kartoffelpüree:
Kartoffeln schälen, weich kochen, abgießen. Mit Butter und Milch zerstampfen, mit Salz und Muskat abschmecken. -
Servieren:
Kasseler in Scheiben schneiden, mit Sauerkraut und Kartoffelpüree anrichten.
Zubereitungsdauer
-
Gesamtzeit: ca. 60–70 Minuten
-
Aktive Zeit: ca. 25 Minuten
Für wen geeignet – und für wen nicht
-
Geeignet für: klassische Alltagsküche, Familienessen, kalte Wintertage
-
Nicht geeignet für: Vegetarier, salzarme Ernährung
Tipps & Varianten
-
Besonders saftig wird Kasseler, wenn es nur zieht und nicht kocht
-
Kümmel im Sauerkraut macht das Gericht bekömmlicher
-
Auch lecker: Kartoffeln als Salzkartoffeln statt Püree