Für besseres Arbeitslicht muss nicht gleich die ganze Küche erneuert werden. Anbau- und Unterbauleuchten lassen sich auch in bestehenden Küchen ergänzen. Wir zeigen, worauf bei der Nachrüstung geachtet werden sollte und wie sich Bright-, Planar-, Pad- oder Pira-Leuchten sinnvoll in vorhandene Küchensituationen integrieren lassen.
Die Küche ist längst eingebaut, die Schränke stehen und grundsätzlich funktioniert alles – nur auf der Arbeitsplatte könnte es heller sein.
Gerade ältere oder bereits vollständig eingerichtete Küchen verfügen häufig nur über eine zentrale Raumbeleuchtung. Unter den Hängeschränken entstehen dadurch Bereiche, die beim Schneiden, Vorbereiten oder Kochen weniger gut ausgeleuchtet sind.
Die gute Nachricht: Für besseres Arbeitslicht muss nicht automatisch eine neue Küche her.
Anbau- und Unterbauleuchten können auch nachträglich ergänzt werden. Entscheidend ist, die vorhandene Küchensituation zunächst genau anzusehen und die neue Beleuchtung darauf abzustimmen.
Zuerst den tatsächlichen Bedarf prüfen
Bevor neue Leuchten ausgewählt werden, lohnt sich ein Blick auf den Küchenalltag.
Am besten beobachtest Du einmal bewusst, an welchen Stellen Dir Licht fehlt.
Typische Bereiche sind:
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die zentrale Vorbereitungsfläche
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Arbeitsflächen unter Hängeschränken
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Bereiche neben dem Kochfeld
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Flächen rund um Kaffeemaschine oder Küchenmaschine
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zusätzliche kleine Arbeitsnischen
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Eckbereiche
Nicht immer muss die komplette Küchenzeile neu beleuchtet werden.
Manchmal reicht bereits eine zusätzliche Leuchte an genau der Stelle, an der täglich gearbeitet wird.
Bestehende Anschlüsse überprüfen
Bei einer Nachrüstung spielt die Stromversorgung eine wichtige Rolle.
Vor der Auswahl sollte deshalb geklärt werden:
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Gibt es bereits einen Stromanschluss unter den Hängeschränken?
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Ist eine Steckdose in der Nähe vorhanden?
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Können Leitungen unauffällig geführt werden?
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Gibt es bereits einen Schalter für eine frühere Beleuchtung?
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Soll eine oder sollen mehrere Leuchten versorgt werden?
Je besser die vorhandene Situation bekannt ist, desto einfacher lässt sich eine passende Lösung auswählen.
Bei Arbeiten an der Elektroinstallation sollte eine entsprechend qualifizierte Fachkraft hinzugezogen werden.
Einzelne Lichtlücke oder ganze Küchenzeile?
Für die Nachrüstung ist zunächst entscheidend, wie groß der Bereich ist, der zusätzlich beleuchtet werden soll.
Einzelner Arbeitsbereich
Fehlt nur an einer bestimmten Stelle Licht, kann eine einzelne Leuchte sinnvoll sein.
Hier kann beispielsweise eine Bright-Einzelleuchte eingesetzt werden.
Auch eine kompakte Pad-Unterbauleuchte kann sich für einen gezielt definierten Bereich anbieten.
Längere Arbeitsfläche
Soll dagegen eine größere Küchenzeile nachgerüstet werden, bieten sich mehrere Lichtpunkte an.
Bright- oder Planar-Leuchten als 3er- oder 5er-Set ermöglichen eine gleichmäßigere Beleuchtung über eine längere Strecke.
Bestehende Küche optisch berücksichtigen
Bei einer Nachrüstung ist die Küche bereits gestaltet.
Deshalb sollte sich die neue Beleuchtung möglichst harmonisch einfügen.
Eine vorhandene Küche kann zum Beispiel geprägt sein durch:
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Holzfronten
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matte oder glänzende Fronten
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Edelstahl
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schwarze Elemente
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helle oder dunkle Arbeitsplatten
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klassische oder moderne Griffe
Die Leuchtenform sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
Je unauffälliger die Beleuchtung wirken soll, desto stärker sollte sie sich optisch unter den Hängeschrank zurücknehmen.
Planar für eine dezente Nachrüstung
Planar-Leuchten eignen sich besonders dann, wenn eine eher flache und geradlinige Lösung gewünscht wird.
Das kann bei bestehenden Küchen von Vorteil sein, weil die zusätzliche Beleuchtung möglichst wenig verändert, wie die Küchenfronten wirken.
Besonders unter längeren Hängeschrankreihen kann eine Planar-Lösung ein ruhiges Gesamtbild erzeugen.
Bright flexibel ergänzen
Bright bietet bei einer Nachrüstung besonders viel Flexibilität.
Je nach benötigtem Bereich kann zwischen:
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Einzelleuchte
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3er-Set
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5er-Set
gewählt werden.
Dadurch lässt sich die bestehende Küche schrittweise oder direkt über eine größere Fläche ergänzen.
Auch Varianten mit oder ohne IR-Schalter ermöglichen eine Anpassung an die gewünschte Bedienung.
Pad für kompakte Bereiche
Nicht jede Nachrüstung betrifft eine komplette Küchenzeile.
Für einzelne kleinere Flächen kann eine kompakte Pad-Unterbauleuchte interessant sein.
Das gilt beispielsweise für:
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eine kleine zusätzliche Arbeitsfläche
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eine Kaffeestation
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einen separaten Vorbereitungsbereich
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einen einzelnen Hängeschrank
Auch hier stehen Varianten mit und ohne IR-Schalter zur Verfügung.
Pira bei besonderen Stellen
Bestehende Küchen bringen manchmal Einbausituationen mit, die bei einer Neuplanung ganz anders gelöst worden wären.
Gerade Ecken oder spezielle Übergänge können deshalb eine besondere Leuchtenform sinnvoll machen.
Hier kann eine Pira-Dreiecksunterbauleuchte eine interessante Möglichkeit darstellen.
Ihre Form bietet sich insbesondere dort an, wo klassische längliche Lösungen optisch oder räumlich weniger gut passen.
Kabel möglichst unauffällig führen
Ein wichtiges Thema bei jeder Nachrüstung ist die Leitungsführung.
Bei einer neu geplanten Küche lassen sich Kabel häufig bereits im Möbel oder in der Wand berücksichtigen.
Bei einer bestehenden Küche muss dagegen mit der vorhandenen Situation gearbeitet werden.
Je nach Aufbau können Kabel beispielsweise:
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entlang von Schrankkanten
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hinter Blenden
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durch geeignete Kabelkanäle
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innerhalb vorhandener Installationsbereiche
geführt werden.
Welche Lösung zulässig und sinnvoll ist, hängt immer von Leuchte, Anschluss und Küchensituation ab.
Bohren, kleben oder schrauben?
Auch die Befestigung sollte vorab geprüft werden.
Welche Montage vorgesehen ist, hängt vom jeweiligen Produkt und Untergrund ab.
Wichtig ist, ausschließlich die vom Hersteller vorgesehenen Befestigungsmöglichkeiten zu verwenden.
Besonders bei beschichteten Küchenmöbeln sollte bedacht werden, dass eine nachträgliche Montage möglichst sauber und dauerhaft erfolgen soll.
Wer unsicher ist, sollte lieber zuerst die Montageanleitung prüfen, bevor Löcher gesetzt oder andere dauerhafte Veränderungen vorgenommen werden.
Nachrüstung mit IR-Schalter
Gerade bei bestehenden Küchen kann ein IR-Schalter interessant sein.
Warum?
Weil dafür nicht zwingend ein zusätzlicher klassischer Schalter an einer gut sichtbaren Stelle benötigt wird.
Je nach Leuchtenausführung kann die Bedienung direkt über den Sensor erfolgen.
Das kann besonders praktisch sein, wenn:
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vorhandene Schalter ungünstig liegen
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keine zusätzlichen Bedienelemente sichtbar sein sollen
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eine komfortable Nachrüstlösung gewünscht ist
Bright- und Pad-Leuchten mit IR-Schalter können deshalb bei der Modernisierung bestehender Küchen eine interessante Option sein.
Bestehende Beleuchtung nicht vergessen
Neue Unterbauleuchten sollten nicht völlig losgelöst von der vorhandenen Beleuchtung betrachtet werden.
Prüfe deshalb auch:
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Welche Deckenbeleuchtung ist vorhanden?
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Gibt es Pendelleuchten?
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Welche Lichtwirkung besitzt der Raum bereits?
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Soll das neue Arbeitslicht separat genutzt werden?
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Welche Bereiche werden bereits ausreichend beleuchtet?
Das Ziel sollte nicht darin bestehen, einfach möglichst viele Leuchten hinzuzufügen.
Vielmehr sollte genau dort ergänzt werden, wo bisher Licht fehlt.
Erst provisorisch testen
Vor einer endgültigen Montage kann es hilfreich sein, die geplanten Leuchtenpositionen zunächst zu markieren.
Dadurch lässt sich einschätzen:
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Wirkt die Position sinnvoll?
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Wird der gewünschte Arbeitsbereich erreicht?
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Bleibt die Leuchte aus normaler Blickhöhe unauffällig?
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Ist die Bedienung komfortabel?
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Können Anschlüsse sinnvoll geführt werden?
Gerade beim Nachrüsten kann dieser Schritt verhindern, dass später unnötig korrigiert werden muss.
Kleine Veränderung, große Wirkung
Eine Küche muss nicht komplett modernisiert werden, um funktionaler zu werden.
Gerade Licht kann die Nutzung einer vorhandenen Küche deutlich verändern.
Eine dunkle Arbeitsfläche, die jahrelang einfach akzeptiert wurde, kann durch eine gezielt eingesetzte Unterbauleuchte plötzlich wesentlich angenehmer nutzbar werden.
Das macht die Nachrüstung besonders interessant: Man verändert nicht die gesamte Küche, sondern verbessert gezielt einen Bereich, der täglich genutzt wird.
Fazit:
Anbau- und Unterbauleuchten lassen sich nicht nur bei einer neuen Küche einplanen.
Auch bestehende Küchen können nachträglich mit besserem Arbeitslicht ausgestattet werden.
Eine einzelne Bright- oder Pad-Leuchte kann gezielt einen dunklen Arbeitsbereich ergänzen. Für längere Küchenzeilen bieten sich Bright- oder Planar-Sets an, während Pira bei besonderen Einbausituationen interessant sein kann.
Entscheidend ist, zunächst die vorhandene Küche zu analysieren und anschließend gezielt dort Licht zu ergänzen, wo es tatsächlich fehlt.
So kann bereits eine vergleichsweise kleine Nachrüstung dafür sorgen, dass sich eine vertraute Küche im Alltag plötzlich deutlich komfortabler anfühlt.