Nicht nur die Auswahl der richtigen Unterbauleuchte entscheidet über gutes Licht in der Küche – auch die Position ist wichtig. Mit der passenden Anordnung lassen sich Schatten reduzieren und Arbeitsflächen gleichmäßiger ausleuchten.
Unterbauleuchten können den Küchenalltag deutlich angenehmer machen. Doch selbst eine leistungsfähige Leuchte bringt wenig, wenn sie ungünstig montiert ist.
Zu weit hinten, zu weit außen oder mit großen Abständen zwischen den einzelnen Lichtquellen entstehen schnell dunklere Bereiche auf der Arbeitsplatte. Besonders beim Schneiden, Vorbereiten und Anrichten kann das störend sein.
Mit einigen einfachen Überlegungen lässt sich die Beleuchtung jedoch gezielt planen.
Die Arbeitsfläche zuerst betrachten
Bevor eine Leuchte montiert wird, sollte zunächst überlegt werden, welche Bereiche der Küche besonders häufig genutzt werden.
Typische Arbeitszonen sind:
- Flächen zum Schneiden und Vorbereiten
- Bereiche neben dem Kochfeld
- Arbeitsflächen neben der Spüle
- Plätze für Kaffeemaschine oder andere Küchengeräte
- längere freie Arbeitsflächen
Genau diese Bereiche sollten möglichst gleichmäßig beleuchtet werden.
Nicht zu weit hinten montieren
Ein häufiger Fehler ist, Unterbauleuchten direkt an der Rückwand unter dem Hängeschrank anzubringen.
Dadurch kann ein großer Teil des Lichts unmittelbar auf die Rückwand fallen, während der vordere Bereich der Arbeitsplatte weniger Licht erhält.
Oft ist es sinnvoller, die Leuchten etwas weiter vorne unter dem Hängeschrank zu positionieren. So erreicht das Licht eher den Bereich, in dem tatsächlich gearbeitet wird.
Wie weit vorne eine Leuchte sinnvoll ist, hängt allerdings von Bauform, Abstrahlwinkel und Tiefe des Hängeschranks ab.
Mehrere Leuchten gleichmäßig verteilen
Bei längeren Küchenzeilen kann eine einzelne Lichtquelle schnell zu hellen und dunklen Bereichen führen.
Mehrere Leuchten können die Arbeitsfläche gleichmäßiger ausleuchten.
Hier bieten sich beispielsweise 3er- oder 5er-Sets an. Bright- und Planar-Leuchten stehen unter anderem in solchen Sets zur Verfügung und können je nach Küchenlänge entsprechend verteilt werden.
Wichtig ist, nicht nur die Anzahl der Leuchten zu betrachten, sondern auch deren Abstand zueinander.
Große Abstände vermeiden
Sind einzelne Leuchten zu weit voneinander entfernt, entstehen zwischen ihnen dunklere Zonen.
Besser ist eine möglichst gleichmäßige Verteilung entlang der Arbeitsfläche.
Vor der endgültigen Montage kann es hilfreich sein, die Positionen zunächst provisorisch zu markieren. So lässt sich leichter beurteilen, ob die gesamte Fläche abgedeckt wird.
Einzelne Arbeitsbereiche gezielt beleuchten
Nicht jede Küche benötigt eine durchgehende Beleuchtung.
Manchmal reicht es aus, einzelne Bereiche gezielt hervorzuheben. Eine einzelne Bright-Leuchte kann beispielsweise für einen kleineren Arbeitsbereich sinnvoll sein.
Andere Küchen verfügen über mehrere getrennte Arbeitsflächen. Hier kann es praktischer sein, verschiedene Leuchten gezielt an den jeweiligen Stellen einzusetzen.
Ecken nicht vergessen
Gerade bei L-förmigen Küchen entstehen in den Ecken schnell Schattenbereiche.
Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Lichtquellen so angeordnet sind, dass sich ihre Lichtbereiche möglichst gut ergänzen.
Je nach Küchengestaltung können auch besondere Bauformen eine interessante Lösung sein. Pira-Dreiecksunterbauleuchten lassen sich beispielsweise bei bestimmten Einbausituationen sinnvoll einsetzen.
Schalter gut erreichbar einplanen
Neben der Position der Leuchten selbst spielt auch die Bedienung eine Rolle.
Bei klassischen Schaltern sollte darauf geachtet werden, dass sie leicht erreichbar sind und nicht hinter Geräten oder Dekoration verschwinden.
Bei Varianten mit IR-Schalter sollte ebenfalls bereits vor der Montage geprüft werden, wo dieser sinnvoll positioniert werden kann.
Bright- und Pad-Unterbauleuchten sind beispielsweise je nach Ausführung mit oder ohne IR-Schalter erhältlich.
Kabel und Anschlüsse frühzeitig berücksichtigen
Auch die Stromversorgung sollte nicht erst am Ende bedacht werden.
Vor der Montage lohnt es sich zu prüfen:
- Wo befindet sich die nächste Stromquelle?
- Wie können Kabel möglichst unauffällig verlegt werden?
- Gibt es bereits vorhandene Anschlüsse?
- Sollen mehrere Leuchten gemeinsam geschaltet werden?
- Wo soll sich der Schalter befinden?
Eine gute Planung kann vermeiden, dass später sichtbare Kabel oder ungünstige Leitungswege entstehen.
Erst planen, dann befestigen
Bevor gebohrt, geklebt oder verschraubt wird, empfiehlt sich eine kleine Trockenplanung.
Dafür können die vorgesehenen Positionen zunächst mit Klebeband oder kleinen Markierungen gekennzeichnet werden.
Anschließend lässt sich überprüfen:
- Sind alle wichtigen Flächen beleuchtet?
- Gibt es auffällige Schatten?
- Sind die Leuchten gleichmäßig verteilt?
- Ist der Schalter gut erreichbar?
- Wirkt die Anordnung optisch ruhig?
Gerade bei 3er- oder 5er-Sets kann dieser einfache Schritt später viel Nacharbeit ersparen.
Tipp: Beleuchtung am Abend testen
Am besten lässt sich die Wirkung von Unterbauleuchten beurteilen, wenn die übrige Raumbeleuchtung reduziert ist.
So wird sichtbar, welche Bereiche tatsächlich gut ausgeleuchtet werden und wo möglicherweise noch Schatten entstehen.
Was tagsüber unauffällig wirkt, kann am Abend schnell ganz anders aussehen.
Fazit
Eine gute Unterbauleuchte entfaltet ihre Wirkung erst dann richtig, wenn sie sinnvoll positioniert ist.
Leuchten sollten dort sitzen, wo das Licht auf der Arbeitsfläche gebraucht wird. Zu große Abstände, ungünstige Montagepunkte oder schlecht erreichbare Schalter können den Komfort unnötig einschränken.
Ob einzelne Bright-Leuchte, 3er- oder 5er-Set, Planar-, Pad- oder Pira-Lösung – eine kurze Planung vor der Montage hilft dabei, Licht und Küche optimal aufeinander abzustimmen.
So entsteht eine Arbeitsfläche, die nicht nur gut aussieht, sondern sich auch angenehm nutzen lässt.