Unterbauleuchten in der Küche – warum gutes Arbeitslicht so wichtig ist

Eine gut beleuchtete Arbeitsfläche macht das Kochen nicht nur angenehmer, sondern erleichtert viele Handgriffe in der Küche. Unterbauleuchten bringen Licht genau dorthin, wo es benötigt wird. Wir zeigen, worauf es bei der Küchenbeleuchtung ankommt und welche Möglichkeiten es gibt.

Die Deckenleuchte ist eingeschaltet und trotzdem liegt die Arbeitsplatte im Schatten – dieses Problem kennen viele aus ihrer Küche. Der Grund ist einfach: Stehst Du vor der Arbeitsfläche, befindest Du Dich häufig selbst zwischen der zentralen Raumbeleuchtung und dem Bereich, auf dem Du gerade Gemüse schneidest, Zutaten abwiegst oder ein Gericht anrichtest.

Unterbauleuchten können dieses Problem lösen. Sie werden direkt unter Hängeschränken oder geeigneten Küchenelementen angebracht und beleuchten die Arbeitsfläche gezielt von oben.

Doch welche Leuchte passt wohin? Braucht es eine einzelne Leuchte oder gleich ein Set? Und welche Rolle spielen Schalter und berührungslose IR-Schalter?

Warum die Deckenbeleuchtung allein häufig nicht ausreicht

Die allgemeine Küchenbeleuchtung soll in erster Linie den gesamten Raum ausleuchten. Für Tätigkeiten auf der Arbeitsplatte ist sie jedoch nicht immer optimal.

Besonders unter Hängeschränken entstehen schnell dunklere Bereiche. Beim Schneiden, Abwiegen oder Dekorieren von Speisen kann eine zusätzliche Beleuchtung deshalb einen spürbaren Unterschied machen.

Eine durchdachte Küchenbeleuchtung besteht idealerweise aus mehreren Bereichen:

  • allgemeinem Raumlicht
  • gezieltem Licht über den Arbeitsflächen
  • Beleuchtung rund um Kochfeld und Spüle
  • optionalem Akzent- oder Stimmungslicht

Unterbauleuchten übernehmen dabei vor allem die Aufgabe des funktionalen Arbeitslichts.

Einzelne Leuchte oder mehrere Leuchten?

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von der Größe und Aufteilung der Küche ab.

Bei einer kleineren Arbeitsfläche kann bereits eine einzelne Leuchte ausreichend sein. Über längeren Küchenzeilen sorgen mehrere Leuchten dagegen für eine gleichmäßigere Ausleuchtung.

Genau deshalb gibt es beispielsweise Bright-Leuchten sowohl einzeln als auch als Set mit drei oder fünf Leuchten.

Damit lässt sich die Beleuchtung an die vorhandene Küchenzeile anpassen, anstatt eine Einheitslösung verwenden zu müssen.

Unterschiedliche Bauformen für unterschiedliche Küchen

Neben der Anzahl spielt auch die Form der Leuchte eine Rolle.

Flache Lösungen lassen sich beispielsweise dezent unter einem Hängeschrank integrieren. Andere Bauformen können sich besonders für bestimmte Ecken oder Übergänge eignen.

Zu den verschiedenen Möglichkeiten gehören unter anderem:

Bright-Leuchten
Sie stehen als einzelne Leuchten sowie in Sets mit drei beziehungsweise fünf Leuchten zur Verfügung.

Planar-Leuchten
Auch sie können als 3er- oder 5er-Set eingesetzt werden und eignen sich damit besonders für längere Arbeitsbereiche.

Pad-Unterbauleuchten
Eine weitere Möglichkeit für die gezielte Beleuchtung von Arbeitsflächen.

Pira-Dreiecksunterbauleuchten
Durch ihre charakteristische Form bieten sie eine interessante Lösung für bestimmte Einbausituationen und Küchengestaltungen.

Welche Variante am besten geeignet ist, sollte deshalb nicht nur anhand der Optik entschieden werden. Auch Länge und Position der Arbeitsfläche sowie vorhandene Küchenschränke spielen eine wichtige Rolle.

Mit Schalter oder IR-Schalter?

Neben der eigentlichen Leuchte stellt sich die Frage, wie sie bedient werden soll.

Ein klassischer Schalter ist unkompliziert und vertraut. Je nach Leuchtenmodell stehen jedoch auch Varianten mit einem IR-Schalter zur Verfügung.

Ein solcher Schalter kann besonders praktisch sein, wenn die Beleuchtung möglichst komfortabel bedient werden soll.

Bei der Planung lohnt es sich deshalb, bereits vorher darüber nachzudenken, an welcher Position die Beleuchtung später eingeschaltet wird und welche Bedienung im Küchenalltag am angenehmsten ist.

Mehrere Lichtpunkte sorgen für eine gleichmäßigere Ausleuchtung

Ein häufiger Fehler bei der Küchenbeleuchtung besteht darin, lediglich eine sehr helle Lichtquelle einzuplanen.

Für eine lange Arbeitsplatte können mehrere sinnvoll verteilte Leuchten oftmals angenehmer sein. Sie reduzieren dunkle Bereiche und sorgen dafür, dass die gesamte Arbeitszone möglichst gleichmäßig beleuchtet wird.

3er- und 5er-Sets bieten hierfür eine praktische Möglichkeit. Die Anzahl der benötigten Leuchten sollte sich jedoch immer nach der tatsächlichen Küchenplanung richten.

Die Beleuchtung schon bei der Küchenplanung berücksichtigen

Idealerweise wird das Licht nicht erst nach Fertigstellung der Küche geplant.

Schon vorher sollte geklärt werden:

  • Wo befinden sich die wichtigsten Arbeitsflächen?
  • Wo wird hauptsächlich geschnitten und vorbereitet?
  • Wo stehen Küchengeräte?
  • Welche Bereiche werden durch Hängeschränke beschattet?
  • Wie lang ist die zu beleuchtende Fläche?
  • Soll die Beleuchtung über einen Schalter oder einen IR-Schalter bedient werden?

Wer diese Punkte berücksichtigt, kann die Leuchten gezielt dort einsetzen, wo sie später tatsächlich benötigt werden.

Fazit

Eine gute Küchenbeleuchtung besteht aus mehr als einer hellen Deckenlampe. Gerade auf Arbeitsflächen unter Hängeschränken können zusätzliche Unterbauleuchten für deutlich angenehmere Lichtverhältnisse sorgen.

Ob eine einzelne Bright-Leuchte, ein 3er- oder 5er-Set, eine Planar-Lösung, Pad-Unterbauleuchten oder Pira-Dreiecksunterbauleuchten die richtige Wahl sind, hängt von der jeweiligen Küche und dem gewünschten Einsatzbereich ab.

Entscheidend ist vor allem eines: Das Licht sollte dort ankommen, wo in der Küche tatsächlich gearbeitet wird. Wer Arbeitsflächen, Leuchtenanzahl und Bedienung gemeinsam plant, schafft damit eine Küche, in der Vorbereiten, Kochen und Anrichten noch angenehmer wird.

Über den Autor:

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.