Lüneburger Buchweizenpfannkuchen mit warmen Äpfeln und Heidehonig

Herzhafter Buchweizen mit seinem leicht nussigen Aroma trifft auf warme Äpfel, geröstete Walnüsse und aromatischen Heidehonig. Diese Buchweizenpfannkuchen verbinden zwei typische Seiten Niedersachsens: die Buchweizentradition der Lüneburger Heide und den Apfelanbau des Alten Landes.

Zutaten für 4 Personen

Für die Buchweizenpfannkuchen

  • 200 g Buchweizenmehl
  • 50 g Weizenmehl
  • 3 Eier
  • 400 ml Milch
  • 100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL geschmolzene Butter
  • etwas Butter oder Rapsöl zum Ausbacken

Für die warmen Äpfel

  • 4 säuerliche Äpfel
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Heidehonig
  • ½ TL Zimt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 EL Apfelsaft
  • 40 g Walnüsse

Zum Servieren

  • 150 g Naturjoghurt oder Quark
  • 2–3 TL Heidehonig
  • einige gehackte Walnüsse

Zubereitung

1. Pfannkuchenteig anrühren

Buchweizenmehl und Weizenmehl in einer großen Schüssel miteinander vermischen.

Eier, Milch, Salz und Zucker hinzufügen und mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren.

Anschließend die geschmolzene Butter unterrühren.

Den Teig etwa 20 Minuten ruhen lassen.

Das Mineralwasser erst unmittelbar vor dem Ausbacken vorsichtig unterrühren. Dadurch werden die Pfannkuchen etwas lockerer.

2. Äpfel vorbereiten

Die Äpfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen.

Je nach Vorliebe können sie geschält oder mit Schale verarbeitet werden.

Anschließend in dünne Spalten schneiden und sofort mit Zitronensaft vermischen.

3. Walnüsse rösten

Die Walnüsse grob hacken.

Eine Pfanne ohne zusätzliches Fett erhitzen und die Nüsse darin kurz rösten.

Sobald sie aromatisch duften, aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

4. Äpfel dünsten

Butter in derselben Pfanne schmelzen.

Die Apfelspalten hineingeben und bei mittlerer Hitze etwa 3 bis 4 Minuten anbraten.

Apfelsaft hinzufügen und die Früchte weitere wenige Minuten dünsten.

Die Äpfel sollen weich werden, aber ihre Form behalten.

5. Mit Heidehonig verfeinern

Die Temperatur reduzieren.

Heidehonig und Zimt zu den Äpfeln geben und vorsichtig unterheben.

Nur noch kurz erwärmen.

Die gerösteten Walnüsse hinzufügen und die Pfanne vom Herd nehmen.

6. Buchweizenpfannkuchen ausbacken

Eine beschichtete Pfanne mit wenig Butter oder Rapsöl erhitzen.

Jeweils eine kleine Kelle Teig hineingeben und durch Schwenken gleichmäßig verteilen.

Den Pfannkuchen bei mittlerer Hitze backen, bis die Unterseite goldbraun ist.

Wenden und die zweite Seite ebenfalls kurz ausbacken.

Auf diese Weise nacheinander etwa 8 dünne Pfannkuchen zubereiten.

Fertige Pfannkuchen bis zum Servieren warm halten.

Anrichten

Je zwei Buchweizenpfannkuchen auf einen Teller geben.

Die warmen Apfelspalten darauf verteilen.

Einen kleinen Klecks Naturjoghurt oder Quark dazugeben und mit den gerösteten Walnüssen bestreuen.

Zum Schluss etwas Heidehonig darüberträufeln.

Die Pfannkuchen können flach serviert, zusammengeklappt oder locker aufgerollt werden.

Was ist Buchweizen eigentlich?

Trotz seines Namens gehört Buchweizen botanisch nicht zum Weizen und auch nicht zu den klassischen Getreidearten.

Die Samen werden ähnlich wie Getreide verarbeitet und können zu Mehl gemahlen werden.

Buchweizen besitzt einen charakteristischen, leicht erdigen und nussigen Geschmack.

Gerade dieser Eigengeschmack unterscheidet Buchweizenpfannkuchen deutlich von klassischen Eierpfannkuchen aus reinem Weizenmehl.

Buchweizen und die Lüneburger Heide

Buchweizen war früher besonders dort interessant, wo die landwirtschaftlichen Bedingungen den Anbau anspruchsvollerer Kulturpflanzen erschwerten.

Auch in der Lüneburger Heide gehörte er zur traditionellen Ernährung.

Aus Buchweizenmehl wurden unter anderem Pfannkuchen beziehungsweise regionale Varianten davon zubereitet.

Heute ist Buchweizen wieder häufiger in Küchen und Lebensmittelgeschäften zu finden.

Warum etwas Weizenmehl im Teig steckt

Reines Buchweizenmehl enthält kein Gluten.

Das macht einen Pfannkuchenteig empfindlicher und die fertigen Pfannkuchen können leichter reißen.

Ein kleiner Anteil Weizenmehl macht den Teig elastischer und erleichtert insbesondere das Wenden in der Pfanne.

Wer Erfahrung mit reinem Buchweizenteig hat, kann das Rezept entsprechend abwandeln.

Äpfel aus dem Alten Land

Mit den Äpfeln kommt eine zweite niedersächsische Genusslandschaft ins Spiel.

Das Alte Land an der Unterelbe ist besonders für seinen Obstbau bekannt.

Für dieses Rezept eignen sich vor allem aromatische Äpfel mit einer angenehmen Säure.

Sie bilden einen guten Gegenpol zum süßen Honig.

Welche Apfelsorten eignen sich?

Gut geeignet sind beispielsweise:

  • Boskoop
  • Elstar
  • Braeburn
  • Jonagold

Entscheidend ist weniger der Name der Sorte als die Kombination aus festem Fruchtfleisch und einer gewissen Säure.

Sehr weiche Äpfel können beim Dünsten schnell zerfallen.

Heidehonig – kräftiger als gewöhnlicher Blütenhonig

Heidehonig besitzt ein charakteristisches, kräftiges Aroma.

Deshalb sollte er in diesem Rezept bewusst dosiert werden.

Er soll den Geschmack von Buchweizen und Äpfeln ergänzen und nicht vollständig überdecken.

Ein kleiner Löffel reicht häufig bereits aus.

Honig nicht unnötig stark erhitzen

Den Heidehonig erst gegen Ende zu den Äpfeln geben.

Für die gewünschte Süße muss er nicht minutenlang mitgekocht werden.

Die Restwärme der Äpfel genügt, damit er sich gut verteilt.

Die richtige Konsistenz des Pfannkuchenteigs

Nach der Ruhezeit sollte der Teig flüssig genug sein, um sich durch Schwenken der Pfanne verteilen zu lassen.

Ist er zu dick, kann noch etwas Mineralwasser oder Milch hinzugefügt werden.

Dabei immer nur kleine Mengen einrühren.

Ein zu dünner Teig lässt sich schwerer korrigieren.

Herzhaft statt süß

Buchweizenpfannkuchen lassen sich ebenso herzhaft servieren.

Dafür Zucker im Grundteig weglassen.

Als Füllung eignen sich beispielsweise gebratene Pilze und Zwiebeln oder saisonales Gemüse.

Damit lässt sich aus demselben Grundrezept eine vollkommen andere Mahlzeit zubereiten.

Variante ohne Walnüsse

Bei einer Nussallergie werden die Walnüsse einfach weggelassen.

Für etwas Biss können stattdessen geröstete Haferflocken oder Sonnenblumenkerne verwendet werden, sofern diese vertragen werden.

Vorbereitung

Der Pfannkuchenteig kann bereits einige Stunden vorher angerührt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Das Mineralwasser sollte trotzdem erst kurz vor dem Backen untergerührt werden.

Die Äpfel schmecken am besten frisch aus der Pfanne.

Pfannkuchen warm halten

Wer für mehrere Personen kocht, kann die fertigen Pfannkuchen im Backofen warm halten.

Dafür den Backofen auf etwa 80 °C einstellen und die Pfannkuchen auf einem Teller übereinanderlegen.

Mit einem zweiten Teller oder einer ofenfesten Abdeckung schützen, damit sie nicht austrocknen.

Vegetarisch

Das Rezept ist vegetarisch.

Für eine pflanzliche Variante können Milch, Butter, Joghurt und Eier durch geeignete Alternativen ersetzt werden. Bei den Eiern ist allerdings eine Anpassung des Teigrezepts erforderlich, da sie für Bindung und Struktur sorgen.

Zubereitungszeit

Vorbereitung: ca. 15 Minuten
Ruhezeit des Teigs: ca. 20 Minuten
Zubereitung: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 60 Minuten
Portionen: 4
Ergibt: ca. 8 Pfannkuchen
Schwierigkeitsgrad: einfach
Ernährungsform: vegetarisch

Wissenswert

Buchweizen, Heidehonig und Äpfel stehen für unterschiedliche Landschaften Niedersachsens.

Während Buchweizen und Heidehonig eng mit der Lüneburger Heide verbunden sind, prägt der Obstbau das Alte Land an der Unterelbe.

In einem einzigen Gericht treffen damit Zutaten zusammen, die zwei sehr unterschiedliche Seiten des Bundeslandes repräsentieren.

Tipp

Den ersten Pfannkuchen als Test verwenden.

Er zeigt schnell, ob die Temperatur der Pfanne stimmt und der Teig die richtige Konsistenz besitzt.

Läuft der Teig kaum auseinander, etwas Flüssigkeit ergänzen. Zerreißt der Pfannkuchen beim Wenden, zunächst etwas länger auf der ersten Seite backen.

Fazit

Lüneburger Buchweizenpfannkuchen mit warmen Äpfeln und Heidehonig verbinden nussiges Buchweizenaroma mit fruchtiger Säure und einer dezenten Honigsüße.

Geröstete Walnüsse sorgen für zusätzlichen Biss, während Joghurt oder Quark einen cremigen Kontrast schaffen.

Ein unkompliziertes Gericht, das zeigt, wie gut sich Zutaten aus der Lüneburger Heide und dem Alten Land miteinander kombinieren lassen.

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