Deftig gekochter Schweinehaxen-Schinken („Bötel“) mit Erbsenpüree („Lehm“) und Sauerkraut („Stroh“) – ein uraltes, kräftiges Gericht aus Sachsen-Anhalt, das satt macht und tief in der regionalen Esskultur verwurzelt ist.
Bötel mit Lehm und Stroh stammt aus der ländlichen Küche Sachsen-Anhalts und war früher ein typisches Winter- und Arbeitergericht. Die ungewöhnlichen Namen beschreiben ganz nüchtern, was auf dem Teller liegt:
Der Bötel ist gepökelter Schweinehaxen-Schinken, der Lehm steht für dickes Erbsenpüree, das Stroh für fein geschnittenes Sauerkraut.
Ein Gericht ohne Schnörkel – aber mit Geschichte, Substanz und viel Geschmack.
Zutaten (für 4 Personen)
Bötel
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1,2–1,5 kg gepökelter Schweinehaxen-Schinken
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2 Lorbeerblätter
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5 Pfefferkörner
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1 Zwiebel
Lehm (Erbsenpüree)
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400 g getrocknete Schälerbsen
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1 Zwiebel
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1 Karotte
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Salz
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Pfeffer
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1 EL Butter
Stroh
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500 g Sauerkraut
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1 Lorbeerblatt
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1 TL Kümmel (optional)
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etwas Fett oder Schmalz
Zubereitungsdauer
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Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
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Zubereitungszeit: ca. 2–2,5 Stunden
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Gesamtzeit: ca. 2 Std. 30–50 Min.
Zubereitung
Bötel
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Schweinehaxen kalt abspülen.
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In einem grossen Topf mit Wasser, Zwiebel, Lorbeer und Pfefferkörnern ansetzen.
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Langsam aufkochen und bei kleiner Hitze 2–2,5 Stunden sanft köcheln, bis das Fleisch weich ist.
Lehm (Erbsenpüree)
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Erbsen (am besten über Nacht) einweichen.
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Mit frischem Wasser, Zwiebel und Karotte weich kochen (ca. 60–90 Minuten).
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Gemüse entfernen, Erbsen grob pürieren oder stampfen.
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Mit Salz, Pfeffer und Butter abschmecken – sehr dick halten.
Stroh (Sauerkraut)
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Sauerkraut mit Lorbeer und Kümmel in etwas Fett erhitzen.
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Ca. 20–30 Minuten sanft schmoren lassen.
Serviervorschlag
Bötel in Scheiben schneiden, mit Erbsenpüree und Sauerkraut anrichten.
Dazu passen:
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Salzkartoffeln
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Senf
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ein dunkles Bier oder Kümmelschnaps (traditionell)
Typisch für Sachsen-Anhalt
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sprechende Gerichtsnamen
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gepökeltes Fleisch
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Hülsenfrüchte als Sattmacher
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ehrliche Arbeiterküche