Cremiger Kartoffelstampf trifft auf milden, sahnigen Rahmwirsing – ein klassisches bayerisches Alltagsgericht, das einfach satt und zufrieden macht. Ehrlich, bodenständig und perfekt für kalte Tage.
Die bayerische Küche lebt von einfachen Zutaten, klaren Aromen und Gerichten, die ohne viel Aufwand Wärme und Geborgenheit auf den Teller bringen. Kartoffelstampf mit Rahmwirsing gehört genau in diese Kategorie.
Ob als eigenständiges Hauptgericht oder als Beilage zu Bratwurst, Kasseler oder Leberkäse – dieses Gericht ist ein fester Bestandteil der traditionellen Hausmannskost in Altbayern und Schwaben.
Rezept: Bayerischer Kartoffelstampf mit Rahmwirsing
Zutaten (für 4 Personen)
Kartoffelstampf
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1 kg mehligkochende Kartoffeln
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120–150 ml Milch (warm)
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40–50 g Butter
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Salz
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frisch geriebene Muskatnuss
Rahmwirsing
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1 kleiner Wirsing (ca. 700–800 g)
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1 Zwiebel
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20 g Butter
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150 ml Sahne
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Salz, schwarzer Pfeffer
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Muskatnuss
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optional:
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50–80 g gewürfelter Schinken oder Speck
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Zubereitung
Kartoffelstampf
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Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser weich kochen (ca. 20 Minuten).
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Abgiessen, kurz ausdampfen lassen.
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Butter zugeben und die Kartoffeln mit dem Stampfer zerdrücken.
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Warme Milch portionsweise unterrühren, bis der Stampf locker-cremig ist.
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Mit Salz und Muskat abschmecken.
Rahmwirsing
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Äussere Blätter entfernen, Wirsing vierteln, Strunk herausschneiden.
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Blätter in feine Streifen schneiden und in Salzwasser 3–5 Minuten blanchieren.
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Zwiebel fein würfeln.
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Butter in einer grossen Pfanne erhitzen, Zwiebel (und optional Speck) glasig anbraten.
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Wirsing zugeben, kurz mitschwitzen.
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Sahne angiessen und alles 5–10 Minuten sanft köcheln lassen.
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Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Serviervorschlag
Kartoffelstampf und Rahmwirsing nebeneinander auf dem Teller anrichten.
Traditionell passt dazu:
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grobe Bratwurst
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Kasseler
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Leberkäse
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oder ganz schlicht ein Spiegelei
Typisch bayerische Tipps
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Der Kartoffelstampf sollte gestampft, nicht püriert werden – sonst wird er „gummig“.
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Rahmwirsing darf mild bleiben: Gewürze sparsam einsetzen.
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Reste schmecken am nächsten Tag hervorragend aufgewärmt – typisch bayerische Resteküche.